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PLANUNG

Basiswert: In 1 Stunde bewältigt man 300 Höhenmeter oder 4 km Distanz.
Beispiel:
Höhendifferenz 450 m = 1 1/2 Std.
Wegdistanz 6 km = 1 1/2 Std.
Wegzeit = 3.0 Std.
Für den Abstieg 1/2 - 3/4 dieser angegebenen Zeit einplanen.
Pausen: 1/4 der Wegzeit dazuzählen.

Planen Sie genug Zeit ein!

Ich persönlich brauche fast immer etwas mehr Zeit als in den Tourenführern oder anderen Quellen angegebenen Zeiten. Weil ich mehr Pausen einlege, Langsamer gehe im Abstieg... odere anderes.

D E N N ....
Stürze ausserhalb von Bergwegen oder gut begehbaren Pfaden sind beim Bergwandern die weitaus häufigste Ursache von tödlichen Unfällen. Viele dieser Unfälle liessen sich vermeiden, wenn in kritischen Situationen mit gesundem Menschenverstand entschieden würde. Ein Fehlentscheid kann zu einem folgenschweren Unfall führen.
Bereits bei der Wahl der Wanderung muss bewusst von den Vorkenntnissen der Teilnehmer ausgegangen werden, um Überforderung und Gefahrenstellen im Vornherein auszuschliessen. Damit die Wanderroute nach individuellen Vorstellungen, und angepasst an die konditionellen Voraussetzungen, geplant werden kann, sind einige Informationen über deren Verlauf nötig.
(Textquelle: www.bfu.ch)

Leitfaden für Ihre Sicherheit von der Unfallverhütungsstelle.

Blau markierte Routen sind zu meiden, wenn sie mit dem Hund unterwegs sind. Hier treffen sie sicher auf eine für den Hund unpassierbare Stelle. Da es auf diesen Strecken stellenweise nur mit einem Seil weitergeht, oder man klettern muss. Seien Sie vorsichtig, wenn Begriffe auftreten, wie "nur für erfahrene Bergwanderer" und "mit Ketten gesichert."

     BEDEUTUNG: Hochalpine Bergroute.  (Nicht Hundetauglich)

Bergwanderung: Gelbe Tafeln mit: WEISS-ROT-WEISSEN Wegmarkierungen.

AUFGEPASST! 

ROT- WEISS- ROTE
Markierungen an Felswänden oder Felsblöcken bedeuten "Wildschutzgebiet", "Jagdbanngebiet" und sind keine Wegmarkierung!!

Vor dem Start:
- Wetterbericht Tel. 162 - Ausrüstung kontrollieren inkl. check ob für den Hund alles dabei ist.
- Lokale Beurteilung der Verhältnisse.

Während der Tour:
- Wetterentwicklung beobachten (Wind, Temperatur, Nebel, usw.)
- Teilnehmer beobachten. Auch Hunde können schlapp machen.
Das beobachten des Wetters kann lebensrettend sein, denn Berggewitter sind schnell hier und nicht ungefährlich.

Falls man in ein Gewitter gerät gelten folgende Massnahmen:
Folgende Orte müssen bei einem herannahenden Gewitter unbedingt gemieden werden:
Einzeln stehende Bäume und Felsbrocken, Felsnasen, Grate, Bergspitzen, Wasserläufe, senkrechte Wände und erdige Moorflächen.

Metallische Ausrüstungsgegenstände müssen ebenfalls sofort entfernt werden!
Am besten ist es, wenn man einfach den Rucksack 50m vom eigenen Standort weg plaziert. Denn falls etwas metallisches dabei ist, hängt dies ja mit grosser Wahrscheinlichkeit am Rucksack.

Bergspitzen: Wenn man schon oben ist, schnell mindestens 100 m wieder hinunter gehen.
Grate: So schnell wie möglich verlassen.
Felswände: Mindestens 3-5 m Abstand halten.
Felsblöcke: Bieten nur Schutz, wenn es mehrere sind.

Sich dazwischen plazieren. NICHT ANLEHNEN, weil nasse Felswände leiten. Nicht auf den Boden legen, sondern in die Hocke gehen. Die Füße dicht nebeneinander stellen und die Knie mit beiden Armen umfassen. Denn Gefahr geht nicht nur vom direkten Blitzeinschlag, sondern auch vom Blitzstrom aus. Dieser breitet sich etwa 20 Meter um den Einschlagpunkt des Blitzes herum im Erdreich aus. Je breitbeiniger man steht, desto höher ist die so genannte Schrittspannung, die den gefährlichen Blitzstrom durch den Körper treibt. Daher sollten die Füße dicht beieinander stehen und möglichst wenig Körperteile den Boden berühren.
Einander NICHT Anfassen. Auch den Hund sollte man nicht anfassen. Und nicht zu dicht in Gruppen zusammenstehen. Hütten ohne Blitzableiter und Zelte bieten nur einen geringen Blitzschutz. Halten Sie sich in der Mitte des Raumes oder Zeltes in Hockstellung auf. Im Freien ca. 3 m vor einer Felswand oder Felsbrocken in Hockstellung verharren. Wenn möglich auf trockenen Untergrund achten. Warten Sie, bis das Gewitter abgezogen ist und kehren dann ins Tal zurück (Gefahr von Folgegewittern).
Beim Weitergehen nach dem Gewitter KEINE Wegsicherungsseile oder Eisengeländer u.s.w. anfassen. Diese könnten noch unter Strom stehen.

BERGKRANKHEIT
Quelle: www.safetravel.ch

Zu schnell zu hoch steigen (>2500m) kann unabhängig vom Trainingszustand zu den Erscheinungen der akuten Bergkrankheit mit Kopfweh, Abgeschlagenheit, Uebelkeit, Appetitlosigkeit, Schwindel, Schlaflosigkeit und allgemeinem Krankheitsgefühl führen. Dies sind die Symptome der Beeinträchtigung des Gehirns, welches am empfindlichsten auf Sauerstoffmangel reagiert.

Vorbeugung
Die beste Methode zur Verhinderung der Bergkrankheit ist der langsame Aufstieg, der eine gute Akklimatisation ermöglicht.

Bei den ersten Anzeichen der akuten Bergkrankheit (Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Uebelkeit, Appetitlosigkeit, Schwindel und allgemeinem Krankheitsgefühl) sollte eine lange Pause auf gleicher oder etwas niedrigerer Höhe eingeschaltet werden. Meist bilden sich die Symptome wieder zurück, und der weitere, langsame Aufstieg kann in Angriff genommen werden. Bei hartnäckigen oder zunehmenden Beschwerden ist ein Abstieg von mindestens 500 bis 1000m dringend angezeigt und ein Verbleiben auf dieser Höhenlage, bis sich die Person wieder vollständig gesund fühlt.

Behandlung der Bergkrankheit

Kopfschmerzen Mässige Kopfschmerzen können mit Aspirin® (500 mg) oder Panadol® (500 mg), 4x1 Tbl./Tag behandelt werden. Wenn sie andauern, muss abgestiegen werden. Weiterführende Informationen UND Quelle dieser Angaben bei Safe Travel

Und hier noch eine Zusatzinformation, welche aber sehr wichtig sein kann für die Planung.

Grad

 

Weg, Markierung, Gelände

 

Anforderungen

 
     

T1

Wandern

Weg gut gebahnt

falls nach SAW-Normen markiert: gelb

Gelände flach oder leicht geneigt, keine Absturzgefahr

keine, für Turnschuhe

Orientierung problemlos, auch ohne Karte möglich

     

T2

Weg mit durchgehendem Trassee

falls SAW-konform markiert: weiss-rot-weiss

Gelände teilweise steil, Absturz­gefahr nicht ausgeschlossen

etwas Trittsicherheit, Treckingschuhe sind
empfehlenswert

Orientierungsvermögen

Bergwandern
 
     

T3

Weg am Boden nicht unbedingt durchgehend sichtbar, ausgesetzte Stellen können mit Seilen oder Ketten gesichert sein, ev. braucht man die Hände fürs Gleichgewicht

falls markiert: weiss-rot-weiss

zum Teil exponierte Stellen mit Absturzgefahr, Geröllflächen, weglose Schrofen

gute Trittsicherheit, gute Treckingschuhe

Orientierungsvermögen

elementare alpine Erfahrung

anspruchsvolles Bergwandern

 

T4
Alpinwanderung
  weiss - blau - weiss   Nur für Bergkundige!!  (Mensch+Hund)

 

 

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Letztes Update: 10.10.2011 23:59 Count: 16342 Copyright © 2004-2014 Daniela Walser