Wie trainiere ich einen Tierheimhund?
Einleitung
Hundeaustattung
Hundeverhalten
Hundetraining
Hundeunfall
Hunderettung
Links für Hundehalter
Husky in Not
 

Aus der Geschichte

Natürlich ist es schön, wenn man einen gut dressierten Hund hat der sofort auf die Grundbegriffe wie, Sitz- Platz- Fuss- Bleib- Warten- Hier reagiert. Aber nicht jeder hat das Glück einen so gut erzogenen Hund zu haben. Wie eben Hundehalter mit Tierheimhunden. Mit denen man meistens nicht mehr in die Hundeschule kann, weil deren Verhalten noch etwas gestört ist.
Hier fällt dann der Leitspruch " den Hund im Griff haben" umso mehr ins Gewicht.
Hier ein Tipp was ich meinen Tierheimhunden sehr leicht beibringen konnte und fast denselben Effekt habe.
Stopp ! Warten ! Ist doch dem Hund egal... also bleib ich selber stehen und nuschele in der Tasche meiner Jacke herum. Mit Vorteil ist da ein Säcklein drin das gut knistert. ...am Anfang kam denn da auch ein Schoggoriegel mit hinaus in den ich genüsslich biss.
FUSS! Ein fast unmögliches Unterfangen... teilweise geht es beinahe, sprich bis auf 1- 2 M vor dem Meister. Also habe ich angefangen mit den Befehlen wie " rechts bleiben" oder "links bleiben" je nachdem auf welcher Seite der Hund das "fast" Fuss - laufen gerade macht. Und dieses dann ausgeweitet in " kommt links rüber" und dann in" links bleiben" oder halt rechts... Am Anfang um dem Hund zu zeigen was ich mit links und rechts meine, bin ich einfach auf Kreuzungen so lange stehen geblieben bis der Hund einem fragend anschaut und denkt was soll denn das? Dann sagte ich "rechts" und bog recht ab oder links. Dabei achtete ich immer darauf, dass ich den äusseren Kurvenradius hatte. Den Hund also ich die gewünschte Richtung zwang. Wenn wir nun am laufen sind und der Hund immer vor- oder hinter dem Meister laufen will, dabei aber immer auf derselben Wegseite bleibt, ist es fast wie ein "bei Fuss" laufen und andere Wanderer können problemlos kreuzen. An schwierigen Stellen habe ich hiermit manchmal sogar noch einen Vorteil. Denn für " Fuss" hat es keinen Platz wenn jemand entgegenkommt, ich weiss aber dass mein grosser Hund eben rechts oder links am Wegrand bleibt! Also noch viel besser als Fuss.

 

Wie es zu den Bergtouren kam:

Mein grosser schwarzen Hund: Als 2 1/2 jährigen Hund hatte ich Ihn vom Tierheim des Tierschutzes in Luzern geholt. Ich wusste, es würde sehr schwierig werden weil ich bereits die 7. Stelle war, an die man versuchte den Hund zu plazieren, weil er ja eben noch sehr jung war..... Ich konnte mir einfach nicht erklären warum der Hund immer wieder zurückgebracht worden war. Mit der Begründung er gehorche nicht, komme nie wenn man in ruft u.s.w. Denn ich hatte zuvor bereits 2 Hunde aus Tierheimen, bei welchen ich mir aber nach nur 6 Monaten das volle Vertrauen erarbeitet hatte. Wieso sollte da der grosse schwarze tollpatschige Hund eine Ausnahme sein? Nach nur 2 Wochen wusste ich es. Er war schwerhörig, darum hatte er nie gehorcht. Aber wenn man die Hände bei den Befehlen mit ins Spiel brachte, klappte es sehr schnell sehr viel besser! Halt nicht wie bei einem "dressierten" Hund, aber immerhin...Und nachts, da hörte er meine Stimme ja auch viel besser.
Allerdings sagte das nicht aus, warum er immer nur im Keller hockte und ich dieses Verhalten auch nicht abstellen konnte. 2 Jahre hatte ich Ihn nun und es war einfach nicht zu ändern. Dann machten wir die 1. Bergwanderung weil es ein sehr heisser Sommer war und juhuu - das war genau die richtige Therapie!!
Nach der 1.Bergwanderung, die etwas zu schwierig und der Hund sehr auf mich angewiesen war und auch bemerkte, dass ich ihn nicht im Stich liess, ihm immer half und wir danach auch wieder nach HAUSE gingen. Da, ja da war es geschafft. Endlich hatte ich wieder einen Hund der auch wieder anfing sich bemerkbar zu machen. Und auch der Keller war danach vergessen!
Nun galt es die Bergwanderungen fortzusetzen, um das neue Vertrauen von " ich darf immer wieder nach Hause zurück" zu Stärken. Bloss sollten es fortan solche sein, die auch dem Hund freude bereiteten und nicht mit Stress verbunden waren.

Auf eine Bergtour sollte man nur mit einem Hund gehen, welchen man im Griff hat und den man ein bisschen eintrainiert hat!!
Es ist komplett falsch, wenn man vor seinem eigenen Hund viel Respekt oder gar Angst hat zu denken, dass man eine Bergtour mit dem Hund machen könne zum gegenseitigen Vertrauensaufbau bzw:" sich besser kennenlernen, den Hund etwas "müde" machen wollen.
Dafür nehme man doch bitte eine "Rot Markierte" normale Wanderung. Eine Bergtour ist hierfür das falsche Mittel und kann andere Wanderer und deren Hunde in sehr starke Bedrängniss führen. Im schlimmsten Falle mit einem Absturz enden.

Die Pointe einer nicht so tollen Bergerfahrung ..............

Es ist ziemlich schwierig den eigenen Hund und den in Panik geratenen, entgegenkommenden Hund zu halten und zu beruhigen, wenn es ausgerechnet an einer schmalen Stelle zum Treffen kommt und der Besitzer vom fremden Hund, keinen Mut hat " seinen" Hund zu führen.
Auch andere Hunde können Kräfte entwickeln und durchdrehen wenn eine Situation kommt wie eben ein "sehr" schmaler Bergpfad mit Abgrund verbunden mit dem Kreuzen von anderen (grossen) Hunden, und er NICHT auf die Hilfe vom Rudelführer zählen kann!! (Meister).

Nicht jeder Hundehalter der einem da entgegenkommt traut sich "andere" für Ihn unbekannte Hunde zu packen um sie zu Beruhigen. Um dann mit ALLEN 3 Hunden umzudrehen damit man den "fremden" Hund an eine " sichere" Stelle geleiten konnte.

Es war eine sehr brenzlige Situation in die ich und meine Hunde hoffentlich nicht so schnell wieder geraten.
Also ich meine, es kann ja durchaus einmal zu so einer Situation kommen, weil auch Hunde plötzlich Angst haben können vor HÖHEN oder weil die Wegstelle gerade etwas sehr schwierig ist, aber es sollte NICHT zu so einer Situation kommen weil......
der Hundehalter seinen Hund nicht kennt und nicht im Griff hat oder gar Angst vor seinem Hund hat, weil dieser etwas Gross und Stark geworden ist.

wenn's hapert in der Hundehaltung

 


Letztes Update: 04.11.2013 17:08 Count: 3991 Copyright © 2004-2014 Daniela Walser